Die Wüste lebt!
Jona steht vor dem härtesten Teil seiner Strecke!
Die Wüstenregionen südlich von Agadir. Die dünn besiedelte Gegend zwingt Jona, der sich immer noch im Wüstengebiet befindet, oft zum Campen in der völligen Einöde. “Im Umkreis von 170 km gibt es nichts als wilde Natur. Das einzige Zeichen von Leben waren ein paar Kamele, die an mir vorbeizogen.” Einmal fuhr Jona eine Piste von Sidi Ifni nach El Ouatia. “Das war eine ziemlich extreme Tour. Da bin ich mit dem Rad an die Grenzen gegangen. Die Piste war sehr anspruchsvoll. Der Untergrund änderte sich ständig: Sand, grobe Steine, Schlaglöcher, Schlamm… ich musste sogar Flüsse durchqueren. Außerdem waren ziemlich krasse Steigungen dabei. Man muss sich dabei sehr konzentrieren, dass man nicht stürzt oder die Laufräder beschädigt“.
Aber es hat alles super gekappt. Das Rad hat auch nach 5000 km noch gehalten.” Die Durchschnittsgeschwindigkeit auf diesem Untergrund betrug dem entsprechend nur 12 km/h. Doch auch auf der Hauptstraße ist es kein Zuckerschlecken, da der Wind einem ab und zu einen strich durch die Rechnung macht“. Da Jona nur sehr langsam voran kam, musst er sich einem ganz anderem Problem stellen: “Das Ganze war schon grenzwertig. ich hatte nicht damit gerechnet, dass die Piste so schlecht zu befahren ist. Am Ende hatte ich kaum noch Wasser. Gleichzeitig habe ich immer gerechnet wie viel ich noch zu fahren habe. So habe ich mir die Rationen genau eingeteilt. So musste ich in der Nacht weiterfahren und habe so nur 2 Stunden geschlafen”.
Entschädigt für seine Strapazen wird Jona mit einer unglaublichen Landschaft. “Die Natur ist der absolute Hammer. Täler ausgetrocknete Flüsse usw. Einfach super schön!”
Mittlerweile ist Jona ca. 150 km vor Dakhlain, im süden Marokkos. Bald wird er sich entscheiden müssen, ob er die Fahrt durch Mauretanien wagt. Dort gibt es in der Grenzregion einige Mienen gebiete, sodass das Campen am Straßenrand schon lebensgefährlich sein kann. Auch ist die Infrastruktur sehr spärlich.
Hallo Afrika!
18.11.2008 “Hinter Algesiras kann ich schon Marokko sehen!”
Einen Tag später hat Jona den europäischen Kontinent verlassen. Er setzte von Tarifa, dem südlichstem Zipfel Spaniens, über nach Tanger. Die markoanische Stadt mit 1.5 Millionen Einwohnern wurde im 5. Jahrhundert v. Chr. von Karthagern gegründet. Hier sammelte Jona die ersten Eindrücke des Landes:”Am ersten Tag schaute ich mir Land und Leute an. Alle sind sehr nett, die Lebensart gefällt mir sehr gut. Das einzig negative, das mir auffällt ist die Sauberkeit. Umweltschutz wird hier nicht unbedingt groß geschrieben.
Alles ist ziemlich vollgemüllt und dreckig.” Am folgenden Tag setzte Jona seine Reise fort. Er fuhr weiter bis nach Larasch (92 km; 3:50 std). “Afrika ist wirklich eine andere Welt. Alle Leute grüssen an der Strasse und die Kinder laufen einem nach oder wenn sie ein Fahrrad haben, versuchen sie ein Rennen mit mir zu machen.” Am Abend nahm Jona sich die Zeit sich Larasch anzuschauen und musste feststellen, dass die Kluft von Arm und Reich sehr groß ist. “In den armen Vierteln sieht es aus wie in einer zerbombten Stadt und da wo Geld ist siehts genauso aus wie in Europa.”
Am 21.11 fuhr er weiter ins Landesinnere bis nach Kenitra, der Hauptstadt der Provinz Gharb-Chrarda-Béni Hsen. Auch an diesem Tag faszinierte Jona die Offenheit der Menschen. “Immer wenn man anhält wollen alle mir die Hand geben und anschliessend küssen sie mir die Hand. Kinder die auf Schafe aufpassen heben die kleinen Schafe hoch, sobald sie mich sehen um mich zu grüßen. Dabei rufen sie mir irgendwas zu, was ich natürlich nicht verstehe…”
Nachdem Jona einen Ruhetag in Kenitra eingelegt hat, fuhr er am 23. 109 km bis kurz vor Mohammedia.” Echt krass,
überall gibt es Essen an der Strasse und alle 10m warten die Taxis mitten im Nichts auf Kundschaft und die LKWs haben ihr zulässiges Gesamtgewicht ca. 3x überschritten. Die Nacht verbrachte Jona auf dem Hof einer marokanischen Familie. Am Folgetag durchfuhr er dann die 4000 km Marke. Als er in El Jadidad nach 6:22 Std ankam, zeigt sein Gesamtkilomterstand 4060km an.
Insgesamt hat Jona bisher nur positves über die Einwohners Marokkos zu berichten. “Die Leute sind viel aufmerksamer. Ich denke wir Deutschen können uns in Sachen Gastfreundschaft eine Menge bei den Marokkanern abschauen. Alle grüßen und zeigen den Daumen hoch…”
Die Hälfte ist geschafft!
Knapp zwei Monate nach seiner Abfahrt in Aachen hat Jona die erste Hälfte seiner Reise nach Banjul (Gambia) hinter sich gelassen. Er befindet sich nun kurz vor Almeria und hat damit eine Strecke von 3087 km auf seinem Rad zurückgelegt.
Nach den 6 Ruhetagen, die Jona mit seiner Freundin in Valencia verbracht hatte, machte er sich am 6.11 ohne Navigationsgerät in Richtung Playa de Piles auf. Die relative ereignislosen und flachen 85 km bewältigte er in 3:48 Stunden.
Am Folgetag fuhr Jona die 145 km bis Alicante mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 21,6 km/h. Während dieser Etappe lernte er zwei norwegische Hippies kennen, die er auf seiner nächsten Etappe zufällig wiedertraf: “Wir sind dann zusammen gefahren. Der ältere war so ca. 50 und der Jüngere 26 Jahre alt. Sie waren Vater und Sohn und waren bereits seit 4 Monaten ohne ein Cent Geld unterwegs. Sie finden ihr Essen im Abfall der Supermärkte - teilweise mehr als sie tragen können. Darunter sind auch Delikatessen, so dass ihre Ernährung vielleicht sogar besser ist als meine. Allerdings ist der ältere der beiden bereits ziemlich gezeichnet, da er starke Schmerzen im Bein hat und nicht mehr laufen sondern nur Radfahren kann. Zu allem Übel ist sein Schaltwerk kaputt, sodass er nur noch einen Gang hat und am Berg schieben muss. Die Etappe war somit ziemlich schwerfällig und lang. Am Abend haben wir wild gecampt und ich habe für alle mit meinem Benzinkocher Pasta gemacht.”
Am nächsten Tag fuhr Jona wieder alleine weiter nach Mazarron Porto (137 km / 6:32 Std). Unterwegs traf er einen arbeitslosen Elektriker aus München, der ebenfalls mit dem Rad Richtung Süden fährt und später einen spanischen Rennradfahrer, der in Cartagann Schifsbau studiert und der sich fast für Olympia in Peking qualifiziert hatte (Windsurfing).
Am 10.11 fuhr Jona bis Aguilas. Die Strecke ging direkt an der Küste entlang, wenn es sein musste sogar über Schotterpisten, abseits der Strasse. Die Offroad Tour hatte allerdings den Nachteil, dass es weit und breit keinen Supermarkt gab und Jona nichts zu essen fand. “Allerdings fand ich unterwegs eine Melone und in den Tomatenfeldern hat mir ein Mann 11 Tomaten geschenkt. Es war wie die norwegischen Hippies gesagt haben, wenn man etwas braucht dann findet man es auch! Und ich brauchte dringend etwas zu essen!”
Der rest des Weges war sehr bergig und den letzten Teil seiner 73 km langen Etappe musste Jona entlang der Autobahn fahren, da es auf seiner Karte keinen anderen Weg gab. Die super schöne Landschaft voll von Tomatenplantagen entschädigten ihn allerdings für den Umweg.
Auch am Folgetag musste Jona auf die Autobahn ausweichen, da “die Karte fast nur Autobahnen zeigt. Ein Polizist hat mir dann aber geholfen und mir eine Karte auf einen Zettel gemalt.” Nach 7:10 Stunden und 138 Kilometern ist Jona allerdings dann doch am Abend kurz vor Almera angekommen.
Nun sind es nur noch knapp 350 km bis zur Meeresenge von Gibraltar, wo der ehemalige BIKE-COMPONENTS.DE Mitarbeiter auf den afrikanischen Kontinetn übersetzen wird und sein wahres Abenteuer beginnen wird.
Jona meets the world!
Die Einsamkeit zu Beginn der Reise ist gewichen. Jona trifft auf seiner Reise nach Afrika Menschen von allen Teilen der Erde.
In Playa de Aro lernte Jona spanische Rennradfahrer kennen, mit denen er in das “beschauliche” Lloret de Mar fuhr. Die bergigen 46 km auf regennasser Fahrbahn fuhr er komplett in seinen Chucks, da die Klickschuhe bereits total nass vom Regen waren. In Lloret lernte Jona einen Mann aus Kambodscha kennen mit dem er seinen Ruhetag am 20.10 verbrachte.
Am 21.10 fuhr er weiter nach Barcelona. Er legte die 77km in 3:50 Stunden zurück. In der folgenden Nacht bereitete sich Jona wieder sorgfältig auf den nächsten Tag vor, indem er wieder zahlreiche Vitamine (aka Bier) mit ein paar Argentiniern und Spaniern zu sich nahm. ”Dann habe ich ein Fahrrad gefunden und habe die Stadt bei Nacht erkundet. Die Türsteher vor den Clubs haben immer auf das Rad aufgepasst. Nachher habe ich das Rad dem Argentinier geschenkt.”
Am 22.10 legte Jona nach einer harten Nacht erneut einen Ruhetag ein um “abends wieder ins Nachtleben mit ein paar Leuten, die ich im Hostel kennengelernt habe, abzutauchen”. Wahrscheinlich aus reinem Selbstschutz wechselte Jona am nächsten Tag in ein ruhigeres Hotel und erholte sich von den Partynächten in Barcelona. Dort lernte er ein paar Griechen und einen Portugiesen kennen, der ihm interessante Infos über Marokko, dem nächsten Land auf Jonas Route, geben konnte.
An den folgenden Tagen konzentrierte sich Jona wieder auf den eigentlichen Zweck seiner Reise: Radfahren. In 4:32 fuhr er die 90 km von Barcelona nach Coma Ruga und tagsdrauf in 4:07 nach Izalmadrava (75 km). Damit liegt der aktuelle Gesamtkilomterstand seit seiner Abreise bei 2212 km.
Am 26.10 fuhr Jona nach Peniscola. Die 100 km waren für Jona sehr kurzweilig. Nicht weil der Name des Etappenziel für große Unterhaltung sorgte, sondern viel mehr weil Jona zusammen mit einem spanischen Tandem Team gefahren ist, und sie sich die ganze Zeit über unterhielten. “Sie waren sehr interessiert am BIKE-COMPONENTS.DE Shop”.
Etappe nach Benicassim (27.10): 75 km / 4:13: “Ich bin durch einen Nationalpark gefahren. Sehr krasse Steigungen und sehr krasses Gelände, da der Regen viele Rillen im Schotter hinterlassen hat. Das war ziemlich anspruchsvoll mit dem Gepäck und ohne Federung und entsprechende Reifen. Aber das Rad war super! Die 1,5er Breite von den Marathon Reifen ist völlig ausreichend!”
Am 28.10 regnete es den ganzen Tag, sodass Jona einen unfreiwilligen Ruhetag einlegen musste und erst am 29. die 90 km lange Etappe bis nach Valencia antreten konnte. In Valencia ging Jonas Welttour weiter. So lernte er unter anderem einen anderen Radreisenden aus Neuseeland kennen.
Die weiteren Tage (bis zum 5.11) in Valencia verbrachte Jona mit seiner Freundin, die ihn mit Sommerklmaotten versorgte. Warme Pullover etc. werden nun immer weniger nötig, da die Reise langsam aber sicher Richtung Gibraltar geht und die Wüsten Afrikas immer näher rücken.
Caracssonne - Playa d’Aro (270 km)
“Das Rad läuft super, hatte noch keinen Defekt und das selbst gebaute Ladegerät ist auch nicht defekt!!” Das Navigationsgerät funktioniert also wieder, nachdem Jona das Kabel nach drei Versuchen endlich ohne Hilfe von geeigneten Werkzeugen provisorisch repariert hatte.
Jona hat mittlerweile die Pyrenäen zwischen Argeles und L’Escala überquert und ist nun in Spanien kurz vor Barcelona. “Also die Pyrenäen waren nicht so krass wie das Zentral Massiv, da ich sie ja in Küstennähe passiert habe. Das hat nicht so lange gedauert. Ich bin sogar ein paar Berge zusammen mit Rennrad Fahrern hoch gefahren. Bergauf fuhren wir bis zu 20 km/h! Bergab war dann super geil. Selbst in den Kurven fuhren wir 40-45 Km/h. Mit dem ganzen Gepäck bekommt man richtig Speed.”
Obwohl die Berge Jona wenig Probleme bereiteten, hatte er auf der 126 km langen Etappe kräftig zu kämpfen:”Ich glaube der Käse, den ich morgens gegessen hatte war schlecht, deshalb musste ich mal kurz abbiegen und meinem D…. freien Lauf lassen. Dann gins weiter den nächsten Pass hoch!” Glücklicherweise ist Jona hier nicht weiter ins Detail gegangen, sodass wir nur vermuten können was er genau meinte… Dennoch hört Jona unter diesen extremen körperlichen Belastungen sehr genau in seinen Körper hinein und achtet sehr auf die richtige Ernährung:”
Essen tue ich immer das wo ich gerade Lust drauf habe! Ich glaube der Körper sagt einem schon was er braucht, z.B. wenn ich Lust auf chips habe (wegen dem Salz), dann gönne ich mir eine Tüte! Das hat bis jetzt immer am besten funktioniert!” Wahrscheinlich aus dem gleichen Grund hat Jona in L’Escalia nach ca 6:27 Std auf dem Rad kurzerhand 6 Donuts und 1l Kakao zu sich genommen: “…danach war mir wieder schlecht!” Zu einer richtigen Nahrungsaufnahme gehört natürlich viel zu trinken. “Ich bin von Carcasonne aus mit einem Australier bis Narbonne gefahren. Und am Abend vorher haben wir noch in der Herberge bis 3 Uhr gesoffen…im Bier sind ja bekanntlich alle Vitamine, so deckt man seinen Tagesbedarf am besten ab!”
Körperlich geht es Jona insgesamt sehr gut. Ausser dass er 3 Kilo verloren hat zeigt sein Körper keinerlei Verschleißerscheinungen. In vielen Fällen treten bei vielen Rennfahrern Sitzprobleme bei solch langen Fahrten auf, wodurch man sich durch entsprechende Pflegemittel schützen kann. Doch Jona hat auch diesbezüglich keine Beschwerden. “Der Brooks Sattel ist echt Spitze!”
Insgesamt hat Jona knapp 1500 km auf seinem Rad zurückgelegt. Im weiteren Verlauf fährt er nun entlang der Küste in Richtung der Merresenge von Gibraltar, wo er auf den afrikanischen Kontinent übersetzen wird. Dort beginnt die wahre Herausforderung von Jonas Trip.
Überblick über die letzten Etappen:
Carcassonne - La Palme: 114 km / 5: 40 Std / Durchschnittl. Geschwindigkeit: 19,82 km/h
La Palme - Argeles: 91 km / 4:50 Std / 18,82 km/h
Argeles - L’Escala: 126 km / 6:27 Std / 19,53 km/h
L’Escala - Playa d’Aro: 34 km (Jona brach die Etappe wegen starkem Regenfall hier ab)
Aachen - Carcassonne (1100km)
Jona ist mittlerweile im ca. 1100 Km entfernten Carcassonne angekommen und hat damit knapp 1/6 seiner Gesamtstrecke zurückgelegt. Carcassone ist eine alte Festungsstadt, die im ersten Jahrhundert vor Christus gegründet wurde. Auf seinem Weg dorthin machte Jona vorallem das kühle und nasse Wetter schaffen.
Am 27.09. verließ Jona Aachen in Richtung Belgien. Um seinen Körper nicht frühzeitig zu stark zu strapazieren, plante Jona zu Beginn kürzere Etappen. Sein erstes Ziel war Esneux in Belgien. Für die 78 km lange Strecke, die ihn u.a. durch Lüttich führte, brauchte Jona knapp 4 Stunden und
fuhr durchschnittlich 18,5 Kilometer in der Stunde. In Esneux verbrachte Jona bei kühlen 15 °C die erste Nacht in seinem Zelt.
Am folgenden Tag fuhr Jona über welliges Terrain bis nach Flavion. Für die 93 km lange Strecke benötigte er 5:24 Std. Von einem erholsamen Schlaf konnte man auch in dieser Nacht nicht sprechen. Jona musste bei 12° in einem Maisfeld campieren, dass sich in der Nacht als sehr lebhaft heraustellte, sodass er von jedem Rascheln wach wurde.
Jona steigerte nun sein Tagespensum. So war sein nächstes Etappenziel (Reims) 171 km entfernt. Für diese Strecke brauchte Jona mit seinem 30 kg schweren Gepäck 8:36 Std. Zu mindest konnte sich Jona auf die erste Dusche seit seiner Abreise freuen, da er die folgende Nacht in einem Hostel verbrachte.
Am 30.09. - bereits 3 Tage nach seiner Abreise - hieß das Etappenziel Paris. Nach 192 km und 11:12 Std. auf dem Rad konnte sich Jona wiederum auf ein warmes Bett und eine Dusche freuen, da er die Nacht und den kompletten nächsten Tag bei Freunden verrbachte.
Dort gönnte Jona seinem Körper ein Tag Ruhe. Allerdings konnte er nicht nur entspannen, sondern musste die Zeit nutzen, um seine Klamotten zu waschen und alles Nötige für die Weiterreise einzukaufen. Am nächsten Tag stand Sightseeing auf dem Programm. Dies verband Jona mit der Reise zum nächsten Etappenort: Orleans. Nach 178 km und 10 Std Fahrt musste er allerdings feststellen, dass alle Campingplätze geschlossen waren, sodass er wieder auf den Komfort sanitärer Einrichtungen verzichten und auf einem Feld campieren musste. So leistete sein Benzinkocher wiedermal wertvolle Dienste.
Weiterhin bereitete das nasse Wetter Jona Probleme, da es zunehmend schwieriger wurde Klamotten zu trocknen bzw. trocken zu halten und sich somit vor Erkältungen zu schützen. Das kalte Wetter kam erschwerend hinzu. Außerdem muss das Zelt jeden morgen erst getrocknet werden, bevor es verstaut werden kann, was ohne Sonne nicht gerade einfach ist.
Das gleiche Bild zeigte sich am folgenden Tag (3.10.). Bei starkem Regen und Wind kämpfte Jona sich entlang meist schnur geraden Straßen bis zum nächsten Etappenort. Dort wollte er einen Campingplatz ansteueren, um eventuell andere Tourer zu treffen, mit denen man weitere Etappen gemeinsam zurücklegen könnte. Leider stellte sich dieser Campingplatz als menschenleer heraus, weshalb Jona sich entschied weiter zu fahren, um an einem Fluß zu campieren. Jona war bis auf die Knochen durchnässt und hatte wieder erhebliche Probleme seine Klamotten trocken zu kriegen. Glücklicherweise kam am nächsten Tag die Sonne heraus.
Dieses Glück war allerdings nur von kurzer Dauer. Da kurze Zeit später wieder Wolken aufzogen.
Das nächste Etappenziel, Chateaurox, sollte allerdings lediglich 70 km und 3:50 Std entfernt sein. Dort steuerte Jona ein Billig-Hotel an, in dem er seit Paris mal wieder duschen konnte und eine Nacht in einem warmen Bett verbringen konnte.
Wind und Kälte sollten auch am folgenden Tag Probleme bereiten. “Selbst bergab musste ich treten wie bescheuert, damit ich den Berg nicht rückwärts hochfahre, so stark war der Wind.” Doch das Hotel in Banize und vorallem die Vorstellung einer warmen Dusche, Fernseher und Küche motivierte Jona. Am Folgetag fuhr Jona weitere 132 km in 7:40 Std bis nach Banilles, wo seine Tante lebt und er 3 Ruhetage einlegte.
Am 10.10 fuhr er weiter Richtung Rodez. Die kleine südfranzösiche Stadt ist seit dem 4 Jahrhundert Bischofssitz. Hier kam endlich die Sonne heraus. Doch die Freude darüber war auch nur von kurzer Dauer, da Jona nach fast 8 Stunden auf dem Rad Sonnenbrand auf den Armen davontrug.
Von Rodez fuhr er über Lincou (64 Km, 4:18 Std) nach Mazamet (130 Km; 7:30 Std.)
Das Wetter hat sich zwar verbessert und den Sonnenbrand hat Jona auch in Griff bekommen, allerdings ist nun das Navigationsgerät, das Jona mit seiner Konstruktion in Verbindung mit dem Son 28 Nabendynamo auflud, ausgefallen, sodass sich Jona nun auf seinen Orientierungssinn und auf Wegbeschreibungen von Passanten verlassen musste. Unterwegs füllte Jona seine Vorräte auf, indem er Äpfel und Nüsse einsammelte. Auch diese Nacht verbrachte Jona unter freiem Himmel.
Am 13.10. fuhr Jona zu seinem aktuellen Aufenthaltsort nach Carcassonne. Dort nutzt er einen freien Tag um seine Wäsche zu waschen und sich die Stadt anzuschauen.
Im weiteren Streckenverlauf wird Jona nun Richtung Mittelmeer fahren bevor er südlich von Narbonne die Pyrinäen an der spansichen Grenze überqueren und weiter Richtung Barcelona fahren wird. Das Team von BIKE-COMPONENTS.DE wünscht Jona weiterhin Gute Fahrt.
Jonas Bike
Jonas Bike ist während seiner Reise extremen Belastungen ausgesetzt. So muss das Rad während der 6000 km langen Fahrt das rund 30 Kilo schwere Gepäck tragen. Die gößte Herausforderung bei der Zusammenstellung der einzelenen Parts lag in der Abstimmung. Das Bike sollte stabil, verschleißarm und trotzdem leicht zu kontrollieren und agil sein. Deshalb hat Jona in Zusammenarbeit mit Vortrieb das Bike bis ins kleinste Detail geplant und alle Teile mit großer Sorgfalt ausgewählt.
Der Argon TR Taylor made Rahmen wurde von Nicolai komplett nach Jonas Wünschen gefertigt. „Wir haben bewusst einen 26“ Rahmen genommen, weil die kleineren Räder weniger anfällig sind, bei hohem Gewicht. Der Hinterbau ist extra länger gehalten damit man mehr Gepäck verstauen kann“, erklärt Phillip Simon, Vertriebsleiter von BIKE-COMPONENTS.DE. Der Feinschliff wurde von Kalle Nicolai persönlich vorgenommen. Vortrieb musste lediglich die Zeichnung abnehmen. Jona hat bereits erste positive Erfahrungen mit dem Rahmen gemacht: „Der Rahmen ist sehr steif, was man vor allem am Berg im Wiegetritt merkt und beim Bergab fahren fängt der Rahmen nicht an zu schwingen!“
Die Rohloff Speedhub 500/144 CC Schaltung zeichnet sich auch unter extremen Belastungen durch
Wartungsfreiheit und optimale Gangsprünge aus. Das gekapselte Getriebe garantiert eine hohe Lebensdauer. Jona bringt die Vorzüge der Rohloff kurz auf den Punkt: „Die Rohloff ist angenehm zu fahren.“
Cosmic Sports stellte Jona die Cane Creek Direct Curve 5 Felgenbremse und den Cane Creek Bremshebel Direct Curve, zur Verfügung. Die Bremse ist leicht zu warten, da sie sich komplett in Einzelteile zerlegen lässt. Das Bremsverhalten zeichnet sich neben einer verringerten Gefahr des Blockierens durch feinfühlige Dosierung aus, was besonders bei Fahrten mit viel Gepäck extrem wichtig ist.
Cosmic Sports sponserte ebenfalls die solide Salsa CroMoto Canti/Disc Stahlgabel. „Die Gabel ist sehr gut. Sie nimmt Bodenwellen und Schlaglöcher gut auf“, urteilt Jona.
Der Beleuchtung erhält speziell in gering besiedelten Regionen, wie es etwa in großen Teilen Afrikas zu erwarten ist, besondere Wichtigkeit. Jona vertraut auf eine Busch und Müller Lichtanlage, die durch einen SON 28 Nabendynamo angetrieben wird. Die Lumotec Fly IQ N ist speziell für Nabendynamos geeignet und gewährleistet maximale und gleichmäßige Ausleuchtung. Gleichzeitig weist der SON Nabendynamo wenig Leerlaufverluste auf. Dadurch sind Nachtfahrten auch mit schwerem Gepäck kein Problem mehr. Auch Jona zeigt sich zufrieden: „Der SON Nabendynamo in Verbindung mit dem Busch & Müller Licht ist super und man hat ausreichend Licht, viel mehr als mit Halogen.“ Darüber hinaus hat Jona an der Schaltung eine weitere Funktion eingebaut. So kann er nun mit Hilfe des Nabendymanos sein Navigationsgerät sowie sein Handy während der Fahrt aufladen.
Für ein bequemes Fahrverhalten sorgen die ergonomisch geformten Ergon Lenkergriffe und der Brooks B17 Sattel. Der speziell für lange Touren gefertigte Sattel hat Streben aus Stahl und zeigt somit auch bei langer Belastung keine Ermüdungserscheinungen auf.
Der handgefertigte Tubus Logo Gepäckträger gewährleistet durch eine tiefe Montage der Ortlieb Packtaschen eine günstige Schwerpunktlage, wodurch sich das Bike leichter kontrollieren lässt.
Eine gute Kontrolllierbarkeit des Rades wird zusätzlich durch den Ritchey Comp Rizer Lenker gewährleistet. Sattelstütze und Vorbau sind auch aus der Ritchey Comp Serie. Beide Anbauteile sind trotz des günstigen Preises solide verarbeitet und daher völlig ausreichend für Jonas Reise.
Auch die beste Planung wird zur Theorie, wenn doch ein Teil kaputt gehen sollte. In diesem Fall kann sich Jona auf seine Sponsoren verlassen. BIKE-COMPONENTS.DE schickt Jona jedes Teil in jeden Winkel der Welt.
Abfahrt
Am Samstag, den 27.09. um 10 Uhr startete Jona seine Tour nach Gambia. Erstes Etappenziel war Lüttich. Damit hat Jona die ersten 60 der 6000 km mit seinem, inklusive Gepäck, 35 kg schweren Rad zurückgelegt. Etwa 30 seiner Kollegen von BIKE-COMPONENTS.DE ließen es sich nicht nehmen Jona zu verabschieden.
Genauso wie bei seinen Kollegen sorgte Jonas Vorhaben auch in der Aachener Medienlandschaft für großes Interesse. So berichteten sowohl Aachener Zeitung als auch Aachener Nachrichten über Jonas Tour. Den Artikel der Aachener Nachrichten findest Du hier. Ausserdem stand Jona unserem Mitarbeiter Henrik zum Exklusivinterview bereit.
Jona befindet sich mittlerweile in Paris und fährt morgen weiter in Richtung Montpellier, von wo er der Küstenstraße entlang am Mittelmeer folgen wird.
Herzlich Willkommen
Am 27.09.2008 beginnt Jona Buschulte eine Extremreise mit dem Fahrrad. Er startet in Aachen. Sein Ziel: Banjul, die Hauptstadt Gambias.
Gambia liegt an der Westküste Afrikas im tropischen Sahelklima. Auf seinem Weg wird Jona in vier Monaten rund 6000 Kilometer auf seinem Rad zurücklegen.
Die erste Etappe führt Jona über die Grenze nach Belgien. Von Lüttich fährt der 23-jährige, ehemalige Bundesligafahrer durch Luxemburg Richtung Montpellier und folgt dort der Küstenstraße entlang am Mittelmeer. Im weiteren Verlauf wird Jona an der Grenze zu Spanien die Pyrenäen überqueren und via Barcelona und Valencia Kurs auf die Meeresenge von Gibraltar nehmen, wo er mit dem Schiff nach Afrika übersetzen wird.
Entlang der Atlantikküste wird Jona über das Atlasgebirge, vorbei an Rabat, Casablanca und Agadir bis zum 1200 km entfernten Laayoune fahren. Laayoune ist mit 200.000 Einwohnern die letzte große Stadt vor dem schwierigsten Teil seiner Reise: die Durchquerung der gering besiedelten Westsahara. In diesem trockenen Wüstengebiet herrscht Wüstenklima. Es regnet kaum und Vegetation ist nur in den Oasen zu finden. Die nächste größere Stadt auf seiner Route ist Nouadhibou. Die Stadt mit rund 90.000 Einwohnern liegt auf der mauretanischen Seite der Halbinsel Ras Nuadhibou, direkt an der längs verlaufenden Grenze zur Westsahara.
Abhängig von der aktuellen politischen Situation in Mauretainien wird Jona entscheiden, ob er von hier mit dem Schiff nach Nouakchott übersetzen, oder die Reise mit dem Rad wagen wird. Neben dem massiven Sicherheitsrisiko für Touristen stellt das Mienengebiet im Grenzgebiet zu Marokko (Westsahara) eine stetige Gefahr dar.
Nouakchott, die Haupstadt Mauretaniens, liegt im Sahelklima zwischen dem nördlichen Wüstengebiet der Sahara und der Trocken- und Feuchtsavanne im Süden. Die Sahel ist durch Dürren und Hungersnöte geprägt. Im Jahr 2007 kam es hier allerdings zu starken Überschwemmungen, die Millionen Menschen obdachlos machten.
Südlich von Nouakchott wird Jona bei Saint-Louis in den Senegal einreisen und den nördlichen Teil des Landes durchfahren. Das vorherrschende Klima wird durch den trockenheißen Nordostpassat und dem staubführenden Saharawind Harmattan beeinflusst. Weiter südlich in Richtung Gambia passiert Jona unter anderem Dakar, Zielort der gleichnamigen Rally Dakar.
Der Senegal umschließt das zwanzigmal kleinere Gambia, das Ziel Jonas Reise. Gambia liegt an den Ufern des Gambia Rivers und ist mit 11295km² kleinster Flächenstaat des afrikanischen Kontinents. Zum Abschluss seiner Reise wird Jona mit einem Boot von Barra über den Gambia Fluss zur Hauptstadt Banjul übersetzen.
Jona wird für sein unglaubliches Vorhaben von vielen Seiten unterstützt. So bedankt er sich bei:
- BIKE-COMPONENTS.DE; für die Versorgung mit Bikeparts vor und während seiner Reise,
- Vortrieb; für die Planung und Konzeption des Bikes
- Nicolai; für den Argon TR Taylormade Rahmen
- Cosmic Sports; für die Lieferung der Salsa CroMoto Canti/Disc Stahlgabel 26″ und der Direct Curve 5 Felgenbremse inklusive Bremshebel
Das BIKE-COMPONENTS.DE Team, sowie alle weiteren Sponsoren wünschen Jona auf seiner Reise viel Glück und eine gute Heimkehr!
Impressum
Impressum
Die nachstehenden Informationen enthalten die gesetzlich vorgesehene Anbieterkennzeichnung
( §6 TDG ), sowie weitere wichtige rechtliche Hinweise.
Anbieter
Anbieter der Informationen auf der Website www.bike-components.de ist
www.bike-components.de
BIKE-COMPONENTS.DE OHG
Geschäftsführer Klaus Hoenig & Marcus Wenkel
Neupforte 2D
52062 Aachen
info@bike-components.de
Telefon : 0241 / 51 57 58 0
Fax : 0241 / 51 57 58 19
USt-IdNr: DE 191317292
Handelsregister HRA 6179, Amtsgericht Aachen
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